Musikverband Untermain blickt zuversichtlich in die Zukunft – 2645 aktive Musiker

 

Kreis Miltenberg. Auf ein sehr positives Jahr 2018 konnte der Musikverband Untermain bei seiner Generalversammlung am vergangenen Sonntag in der Zehntscheune in Kleinwallstadt zurückblicken. Nach der musikalischen Einstimmung durch das Ensemble „Montagsblech“ des Musikvereins Kleinwallstadt unter Leitung von Klaus Setzer begrüßte Verbandspräsident Berthold Rüth die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bürgermeister Thomas Köhler betonte in seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Blasmusik in der Region und lobte vor allem die hervorragende Leistungsdichte der Musikerinnen und Musiker.

 

 

In seinem Rechenschaftsbericht über das Jahr 2018 ging Verbandspräsident Rüth auf die verschiedenen Veranstaltungen wie das Kreismusikfest in Hobbach ein und lobte alle Mitwirkenden für ihren Einsatz und ihr Engagement. Ebenfalls würdigte er das Jugendblasorchester, das mit vielen Konzerten als musikalischer Botschafter der Region eine hervorragende Arbeit leistet. Das hohe Niveau bestätigen auch die vielen Leistungsabzeichen, die bei den verschiedenen Lehrgängen und Seminaren von den jungen Leuten erworben wurden. Dank gebühre neben den Musikerinnen und Musikern vor allem, Norbert Langeheine und Vizepräsident Rudi Schreck, die sich mit viel Herzblut für das Orchester einsetzen.

 

Verbandsvizepräsident Fritz Hofmann hielt Rückschau auf die zahlreichen Termine des zurückliegenden Jahres. Es freue ihn besonders, dass die angebotenen Leistungsprüfungen, Seminare und Schulungen sehr gut angenommen und erfolgreich absolviert wurden. Highlight 2018 war die Konzertreise des Jugendorchesters ins Elsass, wobei auch ein Besuch des Europaparlaments in Straßburg und des Doms in Speyer auf dem Programm standen, sowie das Kreismusikfest in Hobbach. An drei Tagen boten hier 16 verschiedenen Kapellen Blasmusik vom Feinsten. Auch das Rotary-Konzert in Erlenbach habe bei den rund 500 Besucherinnen und Besuchern großen Anklang gefunden.

 

Norbert Langeheine unterstrich die Bedeutung der Kursteilnahme für die einzelnen Musikerinnen und Musiker. In der konzentrierten Atmosphäre der einzelnen Workshops erhalten die Teilnehmenden weitaus intensivere Übungsmöglichkeiten unter erfahrenen Leitern, als dies zuhause möglich wäre. Das Verbandsjugendorchester hat aktuell mit über 50 Musikerinnen und Musikern eine erfreuliche Größe erreicht. Trotzdem besteht noch Bedarf an weiteren Musikern insbesondere im Bereich „tiefes Blech“ und „tiefes Holz“. Hier ist man bemüht, weitere Interessenten zu gewinnen. Dies bekräftigte auch Matthias Lieb als Beauftragter für das sinfonische Verbandsjugendorchester. Die Teilnahme der jungen Menschen am Verbandsjugendorchester verbessere sowohl das individuelle Können als auch hierdurch die Qualität der einzelnen Vereine. Zum Ausgleich der unvermeidlichen Fluktuation bei den jungen Leuten im Orchester durch Wegzug oder durch den Beginn eines Studiums oder einer Ausbildung organisiert der Musikverband Untermain Probetage, an denen am Orchester interessierte junge Menschen einfach vorbeikommen und vorspielen können. Diese Tage fanden bisher eine sehr gute Resonanz.

 

 

Jugendleiterin Anja Kirchschlager berichtete von den verschiedenen Aktivitäten des Jahres 2018. Auf dem Programm standen Ausflüge wie in den Holiday-Freizeitpark, Spieleaktionen und Jugendleitertage. Insgesamt, so Kirchschlager, gehören aktuell 823 Jugendliche unter 18 Jahren sowie 462 junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren dazu. Um die Attraktivität der Bläserjugend weiter zu steigern habe man eine Buttondruck-Maschine und eine Spielebox sowie eine elektrische Luftballonpumpe angeschafft. Für das laufende Jahr geplant sind ein Besuch des Erlebnisparks Tripsdrill, ein Jugendleiterstammtisch an einer besonderen Location und auch Erste-Hilfe-Kurse für Jugendleiter.

 

Die Kassenprüfer bescheinigten Kassier Lothar Eckstein eine einwandfreie Kassenführung, sodass der vorgelegte Kassenbericht ohne Einwendungen genehmigt wurde. Bei der anschließenden Abstimmung wurden alle Präsidiumsmitglieder von der Versammlung einstimmig entlastet. Im Folgenden behandelte Vizepräsident Rudi Schreck das Thema Inklusion von Musikern und Musikerinnen mit Behinderung. Man habe dazu Kontakt zur Lebenshilfe im Landkreis Miltenberg aufgenommen und erarbeite aktuell eine Anleitung mit Lösungsansätzen für die einzelnen Vereine, um auch Behinderten das Musizieren zu ermöglichen.

 

Beim Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen wies Verbandspräsident Berthold Rüth auf das in diesem Jahr in Schneeberg stattfindende Verbandsmusikfest vom 8. bis 10. Juni hin und bat um rege Teilnahme der verschiedenen Kapellen. Er unterstrich, dass der Musikverband Untermain auf das bisher Erreichte und insbesondere das musikalische Niveau der Vereine wie auch der Orchester mit Recht stolz sein könne. Abschließend dankte der Verbandspräsident allen Verantwortlichen für die stets vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und für den umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz für die Musik.

 

 

veröffentlicht am: 20.03.2019

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