Musical- und Pop-Hits in glänzenden Arrangements

Ausverkauftes Konzert des MVU in der Frankenhalle

Zur Werbung für modernen Blasmusiksound hat das Jugendblasorchester des Musikverbandes Untermain sein Konzert in der Erlenbacher Frankenhalle mit dem Motto "Musik verbindet uns" (MVU) gemacht. Über 400 begeisterte Zuhörer waren von der Spielfreude und exzellenten Musikalität der jungen Musiker unter der Leitung des Verbandsdirigenten Erich Rachor fasziniert. Die Glanzpunkte des Abends setzte der Startrompeter Bob Lanese.

Erich Rachor hatte sein gelungenes Programm in sieben Proben mit seinen Schützlingen aus den Mitgliedsvereinen des Verbandes eingeübt und zu einer exzellenten Interpretation reifen lassen. Aus dem in allen Registern gut besetzten Klangkörper ragten zahlreiche Solisten heraus. So konnten sich Instrumentalisten und Dirigent locker beschwingt präsentieren.

Startrompeter ohne Allüren

Mit dem "St. Louis Blues" sorgten die Musiker gleich für einen stimmungsvollen Auftakt. Gleich einer Big Band klang und swingte das Orchester mit seinen Solisten Felix Wöber, Schlagzeug und Frank Neuberger, Tenorsaxophon. Die Hits des Abba-Musicals "Mamma Mia" verstanden die vor Spielfreude sprühenden Musiker prächtig in Szene zu setzen. Die sinfonische Bearbeitung von C. Custers "Lion King Soundtrack Highlights", verlangte von allen Registern ein hohes Maß an Leistung ab. Die besondere Würze steuerten die klangvoll aufspielenden Trompeten bei. Ohne besondere Starallüren solierte Bob Lanese bei "Night And Day", arrangiert von Erich Rachor. Bob Lanese der 32 Jahre lang 1. Trompeter bei James Last war, spielte sich als filigraner Solist gleich in die Herzen der Zuhörer.

Mit der Komposition "Latin Intermezzo" begeisterte der Trompetenvirtuose Bob Lanese mit seinen grandiosen solistischen Fähigkeiten, aber auch seinem anpassungsfähigen Zusammenspiel mit dem überragenden Orchester.

Sängerin mit markanter Stimme

Kontrastreich im Tempo und der Interpretation war der Disco-Hit "What A Feeling". Das Orchester begleitete sehr differenziert die Sängerin Kerstin Olejak mit ihrer markanten Stimme. Zu den bekanntesten Melodien der Welt gehört das Stück "Summertime" aus der Oper "Porgy and Bess". Lanese interpretierte die Ballade mit einem wunderbaren weichen Ton und einer sorgfältig eingesetzten Phrasierung. Der Stargast ergriff bei "Hey Big Spender" selbst den Taktstock und verstand es mit der stimmgewaltigen Solistin Kerstin Olejak hervorragend die Atmosphäre des Stückes wiederzugeben.

Ein ungewöhnlich farbiges Klangbild mit reizvollen Verbindungen von rhythmischen und klanglichen Elementen bildete das letzte Stück. Ein vom Engagement der Instrumentalisten getragenen Konzert ging zu Ende. Mit "Buglers Holiday" brillierten noch mal eindrucksvoll die Solisten Bob Lanese, Stephan Braunwarth und Sebastian Paulus, Trompete. Sie verstanden es, das von Erich Rachor arrangierte Stück in den schönsten musikalischen Klangfarben zu zeichnen. Nach großem Beifall und Standing Ovations zum Schluss des grandiosen Konzertes, kam das Orchester schließlich den geforderten Zugaben der Besucher gerne nach. Durch das Programm führte in souveräner und informativer Manier Peter Michalke.

veröffentlicht am: 11.07.2007

Zurück