Keine Verlierer gab's beim „Jugendwettstreit nach Noten“, den die Waldzeller Musikanten am Sonntag in der vollbesetzten Steinfelder Sporthalle ausrichteten. Insgesamt zehn Bläserklassen und Jugendkapellen traten in vier verschiedenen Kategorien an, um ihr musikalisches Können zu beweisen. Und sie alle schnitten insgesamt mindestens mit der Bewertung „sehr gut“ ab.
Eine Jury, die sich aus drei namhaften Musikern und Musiklehrern zusammensetzte, bewertete die Kapellen nach unterschiedlichen Kriterien wie zum Beispiel Stimmung, Intonation, Klangqualität, Rhythmik, musikalischer Ausdruck und Stilistik. Drei Stücke, die sie selbst ausgewählt hatte, durfte jede Jugendkapelle in ihrer halbstündigen Spielzeit zum Besten geben. Die Bläserklassen hatten neben zwei Selbstwahlstücken noch ein vorgegebenes Pflichtstück zu spielen.
Entsprechend begeistert war auch der Vertreter der Jury, Norbert Henneberger, Musikalischer Leiter der Musikschule Stein bei Nürnberg, der den Jugendlichen gleich erfreut mitteilte, dass es keine Verlierer gebe. Von 100 zu erreichenden möglichen Punkten habe jede Kapelle mindestens 80 – das heißt „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ – erlangt. Außerdem sei jeder, der Musik mache, ein Gewinner. Diese Worte brachten ihm spontanen Applaus und Jubel der Jugendlichen ein.
Bei den „Jugendorchestern I“ erreichte die „Jugendkapelle Mespelbrunn“ einen sehr guten Erfolg mit 83 Punkten und den vierten Platz. Dann gab es zwei dritte Plätze mit jeweils 85 Punkten, die die „Jugendkapelle Musikzug Wildflecken“ und die „Nachwuchsmusiker der Bücholder Musikanten“ belegten. Auf den zweiten Platz mit „ausgezeichnetem Erfolg“ und 91 Punkten kam die „Jugendkapelle Sodenthaler Musikanten“, während die „Jugendkapelle Kleinwallstadt-Dornau“ Sieger in dieser Kategorie wurde; sie erreichte 96 von 100 möglichen Punkten und war damit beste Kapelle des Tages.
veröffentlicht am: 02.11.2008
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