Sulzbach-Soden. Zur 58. Jahresversammlung des Musikverband Untermain (MVU) fanden sich am Sonntag, 15. März die Vertreter von 46 Musikvereinen im Bürgerhaus Soden ein. Hauptprogrammpunkte waren die Satzungsänderung und die Wahl eines neuen Präsidiums.
Nach der musikalischen Einleitung der Jugendkappelle Soden und der Begrüßung durch den Präsidenten Franz Pilzweger und der Totenehrung richtete Bürgermeister Peter Maurer als Hausherr einige Grußworte an die Gäste. Darin unterstrich er die große Rolle, die Vereine und Kulturtreibende in der Marktgemeinde Sulzbach spielen und hob die Jugendarbeit der Musikvereine hervor, deren Erfolg nur durch die Verbandsarbeit möglich sei. Der Landtagsabgeordnete Berthold Rüth lobte den MVU dafür, dass er alle Altergruppen integriert, multikulturell ist und über die Musik „Herz und Charakter der Jugendlichen prägt“. Landrat Roland Schwing lobte die Musikvereine als „Meilensteine der Kultur, die für hohe Lebensqualität stehen“.
Anschließend berichtete Pilzweger kurz über die Ereignisse des Vergangenen Jahres und verwies dabei auf den ausführlicheren Bericht in der Verbandszeitschrift „Die Posaune“. Darin hebt der Verbandspräsident die große Lernbereitschaft der Jugend – insgesamt haben 149 Jungmusiker verschiedene Prüfungen absolviert – und den guten Ausbildungsstand hervor. Außerdem verweist er auf die Wachsende Zahl weiblicher Vorstände und Dirigentinnen. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarschaftlichen Vereinen charakterisiert er als „freundschaftlich, umfangreich und konstruktiv“. Pilzweger unterstrich in seinen mündlichen Ausführungen außerdem die stabile finanzielle Lage des Verbands.
In seiner Funktion als Geschäftsführer schlüsselte Lothar Eckstein die Einnahmen und Ausgaben des MVU auf Verwaltungs- und musikalischer Ebene auf. Als Verbands-Jugendleiter berichtete er daneben über die Bläserjugend. Höhepunkt war der Tag der Blasmusik im Juni 2008 am Schloss in Kleinheubach, an der sich die Bläserjugend des MVU aktiv beteiligte. „Dies war ein Werbetag für die Vereine, die Musik und die Jugend“, stellte er zufrieden fest. Kritik übte Eckstein allerings an der insgesamt geringen Beteiligung der Vereine bei Veranstaltungen und äußerte den Wunsch, dass „jeder dritte Verein vertreten wäre“.
Als Stellvertreter für den Verbandsdirigenten Erich Rachor las Michael Köhler dessen Bericht vor. Darin formulierte Rachor die Ziele, das soziale und musikalische Erbe an die Jugend weiterzugeben. Außerdem hob er die Vorteile des Musizierens hervor. Neben der Jugendförderung sieht er die Weiterbildung der Dirigenten als wichtiges Thema, dazu wolle man weiterhin Workshops und Seminare anbieten. Neben dem Dank an die Mitglieder des Verbandsorchesters bedauerte Rachor, dass sich „ein großer Teil der Musikvereine bei der Förderung des Orchesters zurückhält“.
Schriftführer Georg Elflein verlas anschließend seinen Bericht über das Wirtschaftsjahr 2008 als Zusammenfassung der Protokolle aus den wesentlichen Sitzungen. Daran schlossen sich der Bericht des Kassenprüfers Achim Albert und die Entlastung des Präsidiums an.
Unter dem Punkt „Satzungsänderung“ stellte Albert inhaltliche und formelle Änderungen vor. Die Modernisierung der Satzung soll den MVU zukunftsfähig machen. Wesentliche Punkte sind die Erweiterung des Präsidiums auf bis zu drei stellvertretende Präsidenten und die Anpassung der Satzung an die staatlich vorgegebene Ehrenamtspauschale.
Im Anschluss wurden die Neuwahlen durchgeführt. Franz Pilzweger behält sein Amt als Präsident des MVU. Ihm stehen drei Stellvertreter zur Seite: Fritz Hofmann als Pressewart, der gleichzeitig die Funktion des Schriftführers übernahm, Berthold Rüth als Sonderbeauftragter für die Repräsentation des Verbands in München sowie der vormalige Vizepräsident Rudi Schreck, inhaltlich mit EDV, Versicherungen und dem Projekt Commusik betraut. Als Beisitzer/Präsidiumsmitglieder wurden gewählt: Achim Albert (Fachbereich Steuer, Satzung, Sponsoring), Brigitte Krug als Frauenbeauftragte, Bernd Link als Vertreter des Kreis Obernburg, Karl-Heinz Müller für den Spessart und Rüdiger Allmann für Baden-Württemberg. Rainer Hofmann wurde erneut von den Versammelten zum Kassenprüfer bestimmt, neu in diesem Amt ist Volker Neuberger. Georg Elflein, Norbert Langeheine, Marco Döhner und Franz Oberle schieden als Beisitzer aus.
Das neue Präsidium
In Sachen Verbands-Jugendorchester appellierte Dirigent Köhler anschließend an die Anwesenden, in ihrem Verein zu Werben. Er betonte die Kameradschaftlichkeit in der jungen Kappelle und die Weiterbildungsmöglichkeiten, die geboten werden. Dem Jugendorchester fehlen bislang Schlagzeuger und das Tubisten.
Präsident Franz Pilzweger verwies abschließen auf die Ausrichtung der Verbandsveranstaltungen im Jahr 2010, dankte den ausscheidenden Präsidiumsmitgliedern und warb für den Besuch der zahlreichen Feste im Sommer, „um zu feiern und Blasmusik zu hören.“
Anna-Lena Höcker
veröffentlicht am: 15.03.2009
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