Bericht über die Vereinsleitertagung 2007

Es ist nun schon bewährte Tradition des Musikverbandes Untermain, einen Verbandstag durchzuführen. Gemeinsam Bilanz zu ziehen und aktuelle Probleme zu klären, um Vorhaben und Ziele für die nächste Periode zu definieren. Über 60 Delegierte aus 52 Musikvereinen waren anwesend. Verbandspräsident Franz Pilzweger eröffnete die Versammlung und stellte die Tagesordnung vor.

Der erste Punkt betraf das Wertungsspiel des Verbandes.

Da in den letzten Jahren keine Wertungsspiele mehr zu Stande kamen, wurde in einer Dirigententagung im Mai unter Leitung des Verbandsdirigenten Erich Rachor neue Kriterien erarbeitet. Die neuen Bestimmungen sollen das Wertungsspiel attraktiver gestalten. Folgende Punkte wurden erarbeitet und im Kremium vorgestellt:

Es findet ein Wertungsspiel im Bereich böhmischer Blasmusik und im Bereich sinfonischer Blasmusik statt. In jedem der beiden Bereiche gibt es ein Pflichtstück und zwei Selbstwahlstücke. Die Selbstwahlstücke können von den teilnehmenden Orchestern, ohne Selbstwahlliste, frei ausgewählt werden. Das Pflichtstück und das bessere der beiden Selbstwahlstücke werden gewertet. Im sinfonischen Bereich können die Titel den Bereich sinfonische Blasmusik, Film- Musicalmelodien, Swing- oder Popmusik abdecken. Spontan konnten sich 17 Vereine eine Teilnahme an einem Wertungsspiel, mit den genannten Kriterien, im nächsten Jahr vorstellen.

Der zweite Tagungspunkt beinhaltete das Thema Verbandsmusikfest oder Verbandstag ("Tag der Blasmusik").

Dem Punkt voraus ging eine Diskussion in erster Linie zwischen dem Präsidium des Verbandes und dem Musikverein Eisenbach. Der Musikverein Eisenbach wollte das Verbandsmusikfest 2008 durchführen. Er konnte aber kein Festzelt oder Festhalle zur Verfügung stellen, die etwa 25 Blasorchester mit Publikum hätte fassen können. Damit war das Präsidium des Verbandes nicht einverstanden. Zur Diskussion stand nun, ob in Zukunft ein Fest solcher Größe noch von den Vereinen abgehalten werden kann. Viele Vorstände berichteten über die Probleme, die nötigen Helfer für ein größeres Fest zu organisieren. Darauf präsentierte Fritz Hofmann, Mitglied des Präsidiums, den Vorschlag, als Alternative einen Verbandstag abzuhalten.

Der Verbandstag besteht aus einer zentralen Veranstaltung und musikalischen Events wie Standkonzerte etc. im Umfeld der Veranstaltung. Nach einer lebhaften Diskussion, wurde folgendes Ergebnis verabschiedet:

Kommt kein Verbandsfest zu Stande, kann ein Verbandstag ("Tag der Blasmusik") stattfinden.

Im weiteren Verlauf wurde vom Geschäftsführer Lothar Eckstein das Commusic-Programm vorgestellt.

In Zukunft sollen alle Meldungen der Vereine mit diesem Programm durchgeführt werden um die Bearbeitung zu vereinfachen. Alle Teilnehmer stimmten dem Vorschlag zu, in Zukunft dieses Programm zu benutzen. Das Programm kann kostengünstig an die Vereine abgegeben werden.

Weiterbildungsmaßnahmen im nächsten Halbjahr wurden vorgestellt u. a. der Workshop im Januar 2008 mit Franz Watz und der Workshop mit Michael Stecher im Februar 2008 über das Thema "Wie gestalte ich eine effektive Probe".

Fazit der Vereinsleitertagung war, dass die Arbeit in den Vereinen und dem Verband auf einer positiven Grundlage ruht, aber Themen wie G 8, Ganztagsschulen oder eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit noch vertieft werden müssen. Aber auch vor den Themen sollte den Musikvereinen nicht bange sein, denn wippende Füße, heiß geklatschte Hände und begeisterte Mienen der vielen Zuhörer von Konzerten und Aufführungen, sind eine Motivation die wichtigen Themen der Zukunft umzusetzen.

veröffentlicht am: 19.11.2007

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